Märchentage in der Grundschule

 

Am Donnerstag, den 30. November und Freitag, den 01. Dezember 2017 verwandelte sich die Aula der Grundschule Walle nun schon zum zweiten Mal in eine kleine Märchenlandschaft.

Nach dem großen Erfolg im November 2015 hatte das Kollegium der Schule das Wort-Musik-Ensemble Märchen-Klang aus Fehnland“ erneut eingeladen, den Schülerinnen und Schülern der Klassen 1-4 Märchen vorzutragen.

 

 

Bei märchenhafter Dekoration ließen sich die Kinder mühelos in das Reich der Fantasie entführen. Mit offenen Augen und Ohren saßen sie da und lauschten den Worten der Märchenerzählerin Brigitte Hagen und den Klängen, die Heike Tönjes ihrer keltischen Harfe entlockte.
Die Kinder der Klassen drei und vier erinnerten sich mit Freude an die Märchenerzählungen vor zwei Jahren. Viele von ihnen wussten sogar noch, welches Märchen sie damals hatten „erleben“ dürfen.

Denn es geht wirklich um das „Erleben“ von Märchen.
Durch die freie Erzählung, begleitet von Mimik und Gebärden, und die lautmalerische Begleitung der Harfenklänge gelingt es den beiden Künstlerinnen, dass die kleinen und großen Zuhörerinnen und Zuhörer zutiefst eintauchen können in die Welt der Märchen und sie gleichsam erleben.
Da bekanntlich alle Märchen gut ausgehen, und Brigitte Hagen mit den sog. „Grausamkeiten“ in den Märchen sehr bewusst und behutsam umgeht, werden auch die etwas ängstlicheren Kinder nicht in Angst und Schrecken versetzt. So kann die Botschaft der Märchen: „Es lohnt sich, Schwierigkeiten zu überwinden, es lohnt sich, sich anzustrengen und sich den Aufgaben des Lebens zu stellen“ intuitiv erfasst werden. Das stärkt und macht Mut!

 

Die 1. Klassen verfolgten aufmerksam das Schicksal der schönen Müllerstochter, die aus Stroh Gold spinnen sollte. Dass das Rumpelstilzchen ihr dreimal das Leben gerettet hat, und dass sie mit seiner Hilfe Königin geworden ist, daran werden sich die Kinder immer wieder erinnern. Denn jedes Kind bekam einen kleinen Rumpelstilzchen-Kristall geschenkt.

 

Die 2. Klassen ließen sich von dem Märchen: „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ verzaubern. Dass sich das Glückskind weder vor Tod, Räubern oder Teufel fürchtet, beeindruckte sie sehr. Und dass der goldgierige König am Ende für all das Böse, was er anrichten wollte, und für seine Gier bestraft wurde, das bereitete ihnen Genugtuung. Am Ende wurden die Kinder, genauso wie das Glückskind mit Goldtalern beschenkt.

 

Die 3. Klassen erlebten, wie das „Eselein“ in dem gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm seine „Eselsgestalt“ nicht annehmen – und vor sich selbst davon laufen wollte. Durch die Liebe seiner jungen Frau, der wunderschönen Prinzessin, durch die Wertschätzung seines königlichen Schwiegervaters und mit Hilfe des königlichen Kraft-Kristalles fand das Eselein schließlich zu sich selbst und bedurfte der Eselshaut nicht mehr. Auch die Kinder durften die Kraft dieses Kristalles spüren, nachdem er ihnen in die Hand gelegt wurde. Damit er ihnen auch im Alltag Mut und Kraft gibt, durften sie ihn selbstverständlich mit nach Hause nehmen.

 

Die Kinder der 4. Klassen erlebten in dem Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ wohin es führt, wenn man nie genug kriegen kann. Unbotmäßiges Wünschen, den Hals nicht voll genug kriegen, und immer mehr, mehr, mehr haben wollen kann zu nichts Gutem führen. Im Gegenteil: Diese Gier führt dazu, dass man das Gute und Schöne, das sog. "kleine Glück“ nicht mehr wahrhaben kann und letztendlich alles verliert.

 

Nach den Märchendarbietungen legten die Kinder mit Kreativmaterial ihre persönlichen Märchenbilder, wodurch das Erlebte vertieft wurde.

 

 

www.maerchen-klang.de